News aus der Imkerei

In den folgenden Unterordnern möchten wir Ihnen das eine oder andere interessante Thema, rund um die Imkerei vorstellen. Natürlich wird diese Infobank ständig aktualisiert und wir hoffen, Ihr Interesse an diesem schönen Hobby zu erwecken.

Auf gehts, schauen Sie mal rein.

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 B wie Bienenweide

Unter dem Begriff "Bienenweide" versteht man folgendes:

In der Landwirtschaft war es bislang üblich, Felder zwischendrin für eine Zeit von zwei bis drei Jahre stillzulegen, damit sich die Böden wieder rekultivieren können und nicht so ausgelaugt werden.

 Eine bessere Art und Weise ist es, die stillgelegten Felder mit einer besonderen Samenmischung zu bestellen und diese für die Zeit wachsen zu lassen. Dabei ergeben sich drei Nebeneffekte:

1. Der Boden bleibt durch das üppige Wurzelwerk locker, die absterbenden Pflanzen gehen sofort ein und werden zu Humus, was dann kurz vor einer Neubestellung mit Wirtschaftssamen erneut geschieht. Alles wird untergeackert, fertig.Die Landwirte brauchen diese Felder nicht mehr zu Düngen, alles geschieht Biologisch und ohne einen Handgriff und beim Kauf dieser Saatenmischung gibt es sogar noch eine landwirtschaftliche Förderung.

2. Da haben die Imker leicht lachen. Gerade in der Sommer-Spätsommerzeit, blüht dieses Pflanzenwerk sehr üppig, bis weit in den Oktober hinein und liefert so für die Bienen noch reichlich Pollen und Necktarien.

3. Niederwild kann sich darin leicht verstecken, sogar Rehe und Wildschweine finden locker Schutz und Unterschlupf.

Und so sieht eine Bienenweide aus:

 

 Im zweiten und dritten Jahr, sieht die Bienenweide nicht mehr so üppig aus, erfüllt aber voll ihren Zweck, kein Unkraut kann sich hier etablieren. Siehe Bild unten.

 

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V wie Varroamilbe

 Die Varroamilbe (Varroa-destructor)

Jeder hat schon von ihr gehört, von der für Bienen gefährlichen Varroamilbe. Das Wissen um diesen heimtückischen Eindringling ist derzeit so groß, dass man darüber Tage erzählen könnte.

Fakt ist, dass dieser Eindringling das Blut der Bienen nach und nach aussaugt und damit sogar ganze Völkersterben verursacht, wenn man als Imker nicht auf der Hut ist.

Die Milben nutzen dabei eine spezielle Strategie. Muttermilben legen, kurz vor der Eiablage der Bienenkönigin, in die Zelle ein eigenes Milbenei, welches dann gleichzeitig heranwächst und während des Wachstumsprozesses der Jungbiene, diese bereits aussaugt. Wir Imker behandeln daher unsere Bienenvölker regelmäßig mit natürlichen Mitteln, es kommt dabei ausschließlich Oxalsäure und Ameisensäure zum Einsatz, was den Bienen keinesfalls schadet. Die Milben hingegen stoßen sich in diesem fremden Geruchsmillieu von den Bienen ab, fallen zu Boden und sterben.

 Wie sieht eine Milbe aus?

Ich habe ein Bild angefordert und stelle dies in Kürze hier aus, biutte noch etwas Geduld.

 

 

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 B wie Bienenwohnung

Wie wohnen die Bienen eigentlich in ihrer Holzkiste?

Viele Leute fragen mich immer wieder, Sag mal, wie leben die Bienen eigentlich in ihrer Kiste? Das kann man versuchen, zu erklären, aber vorstellen kann man sich das nur schwer.

Ich versuchs mal so:

Hebt man den Deckel der Bienenwohnung ab, sieht man erst mal nur Waben, Wachsbrücken (Die kleinen Wachsaufbauten auf den Wabenoberseiten) und nur einige Bienen. Die Wachsbrücken bauen die Bienen, damit ein Luftaustausch über die Oberseite der Waben entstehen kann, Schimmel und Fäulnisbildung werden damit unterbunden. Die glatte Oberflächenstruktur entsteht, weil obenauf eine normale Kunststofffolie liegt, die Zugluft und eindringendes Wasser verhindert.

Manche Imker, überwiegend die ganz "Erfahrenen", haben nichts besseres zu tun, als diese Wachsbrücken ständig und vor allem im Herbst/Winter zu beseitigen und wundern sich dann darüber, dass ihre Völker vor Schwäche zusammenbrechen. Ist ja auch logisch, die Bienen arbeiten sich daran kaputt, fressen Übermengen an Futter und schwächen so das ganze Volk.

In der Natur greift eines ins andere, es gibt für Imker keinen Grund, diese natürliche Lüftungsanlage abzukratzen, ich weis nicht, was in diesen Köpfen vorgeht.

Aber seht selbst, es entstehen ganz bizarre Formen, eben natürliche Formen.

 

Aber das Abheben des Deckels und der Folie kriegen die Bienen sofort mit und es dauert nur Sekunden, bis die Wabengassen überquellen und neugierige Blicke zu sehen sind.

 

Hier noch ein Bild vom Getümmel. Die Bilder wurden Anfang Dezember gemacht, Dies bedeutet, dass "Alle" zuhause sind, das Getümmel was darunter abläuft, sieht man leider nicht. Im Sommer würden die von unten nachschiebenden Bienen, die oberen heraustreiben, bis man in einer Wolke aus Bienen steht. Das geht dann manchmal nicht ohne Stiche ab. Schön, wenn dann die Schwellungen an Lippen und Augenlider wieder abheilen:-)

 

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H wie Honig:

1. Was ist überhaupt Honig?

Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydrieren und in den Waben des Bienenstockes speichern und reifen lassen.

Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fructose und Glucose, sowie aus organischen Säuren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flüssiger, dickflüssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede in Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt.

 So steht es geschrieben in der Deutschen Honigverordnung des Deutschen Imker Bundes.

 

2. Welche Honigarten gibt es überhaupt?

Blüten- oder Nektarhonig: Dieser stammt überwiegend oder fast vollständig aus dem Nektar von Pflanzen.

Honigtauhonig: Dieser Honig, der vollständig oder überwiegend aus auf lebenden Pflanzenteilen befindlichen Exkreten von an Pflanzen saugenden Insekten (Hemiptera) oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt.

Waben- oder Scheibenhonig: Von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen, der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten, gewaffelten Wachsblättern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird.

Honig mit Wabenteilen oder Wabenstücke in Honig: Honig, der ein oder mehrere Stücke Wabenhonig enthält.

Tropfhonig: Honig, der durch austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnen wird.

Schleuderhonig: Honig, der durch zentrifugales Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben, geschleudert wird.

Presshonig: Das ist ein durch Pressen der brutfreien Waben, ohne oder mit Erwärmung auf höchstens 45 Grad Celsius gewonnener Honig.

Gefilterter Honig: Honig, der gewonnen wird, indem anorganische oder organische Fremdstoffe so entzogen wird, dass Pollen in erheblichem Maße entfernt werden.

Backhonig: Honig, der für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet ist.


 3. Welche Sortenhonige gibt es bei uns in Mitteleuropa?

Rapshonig: (Blütenhonig aus Brassica napsus ssp.) Ein, wegen seinem hohen Glucosegehalt kristallisierender Blütenhonig. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die helle, fast weiße Farbe, ein schwach ausgeprägtes, dezentes Aroma, sowie eine feinsteife bis zuweilen feste Konsistenz. Nahezu sortenreine Rapshonige sind im mikroskopischen Bild gekennzeichnet durch eine klare Dominanz von Rapspollen (bis zu 95%), begleitet von nur wenigen Einzelpollen wie z.B. von Obstgewächsen, Weide, Löwenzahn u.a. Rapshonige weisen eine niedrige elektrische Leitfähigkeit auf (bei 0,2 mS/cm).

Kleehonig: (Blütenhonig aus Trifolum spec. und Melilotus spec.) Er kristallisiert schnell, fein und homogen aus. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die hellbeige bis weiße Farbe, ein mild-süßes Aroma mit einem delikaten Nachgeschmack sowie eine weiche Konsistenz. Nahezu sortenreine Kleehonige sind im mikroskopischen Bild gekennzeichnet durch eine klare Dominanz der Kleepollen (bis zu 80%), begleitet von wenigen Einzelpollen wie z.B. von verschiedenen Kreuzblütlern, Linde und Kornblume. Kleehonige weisen eine niedrige elektrische Leitfähigkeit auf (bei 0,2 mS/cm).

Obstblütenhonig: (Blütenhonig aus Malus spec. uns Prunus spec.) ist aufgrund des erhöhten Wassergehaltes anfangs dünnflüssig, wird jedoch je nach Beitracht, früher oder später fest. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die zartgelbe Farbe, sowie ein dezentes Aroma. Nahezu sortenreine Obstblütenhonige mit einem Obstpollenanteil von >60% werden nur in großen Obstanbauflächen geerntet. Ansonsten treten Beitrachten aus Raps, Weide und Löwenzahn deutlich hervor. Die elektrische Leitfähigkeit zeigt mit ca. 0,2 mS/cm einen niedrigen Wert.

Lindenhonig: (Blüten-/Honigtau-Honig aus Tillia spec.) weist im kristallisierten Zustand eine grauweiße, zartgelbe bis zartgrüne Farbe auf, bei größerem Honigtau-Anteil auch wesentlich dunkler in der Farbe. Sortentypisch im sensorischen Bereich ist weiterhin das auffallend ausgeprägte, an Pfefferminze oder Menthol erinnernde Aroma, das durch Beitrachten aus Klee, Rosskastanie, Ahorn und Kreuzblütlern gemildert werden kann. In der mikroskopischen Analyse gelten Lindenpollen als unterrepräsentiert (nahezu sortenreine deutsche Lindenhonige sind gekennzeichnet durch einen niedrigen absoluten Pollengehalt mit einem Lindenpollenanteil von 10-30%).

 Akazienhonig: (Blütenhonig aus Robinia pseudoacacia) kristallisiert aufgrund seines hohen Fruktose- und niedrigen Glukosegehaltes extra langsam aus. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die wasserklare, blassgelbe, zuweilen leicht grün schimmernde Farbe, ein mild-süßes Aroma sowie eine manchmal jahrelang flüssige Konsistenz. In der mikroskopischen Analyse gelten Robinienpollen als unterrepräsentiert (ca. 20 %), begleitet von Pollen von z. B. Kreuzblütlern, Klee, und Rosskastanie, deutsche Akazienhonige sind gekennzeichnet durch einen niedrigen absoluten Pollengehalt.

Sonnenblumenhonig: (Blütenhonig aus Helianthus annuus) kristallisiert schnell und fein aus. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die dottergelbe Farbe sowie ein kräftiges charakteristisches Aroma. In der mikroskopischen Analyse ist ein stark schwankender Gehalt an Sonnenblumenpollen auffallend. In den meisten Fällen liegt eine erhebliche Unterrepräsentanz  vor, begleitet von Pollen von z. B. Phacelia, Spargel und Edelkastanie. Nahezu sortenreine Sonnenblumenhonige weisen eine elektrische Leitfähigkeit von 0,3 bis 0,4 mS/cm auf.

 Heidehonig: (Blütenhonig aus Calluna vulgaris) zeigt auf Grund seines kolloidalen Eiweisgehaltes eine gelantinöse Beschaffenheit- physikalisch nachweisbar durch den Tixotrophie-Test nach Louveaux. Nach zögenrder Kristallisation entsteht eine je nach Beitracht fein-bis grobkörnige Konsistenz. Als weitere sortentypische, sensorische Merkmale gelten die rötlich-braune bzw. dunkelgelbe Farbe und ein speziefisches, mit anderen Trachten nicht zu verwechselndes, herbes Aroma. In der mikroskopischen Analyse kann der Pollen der Besenheide sowohl über- als auch unterrepräsentiert auftreten, abhängig von den unterschiedlichen Gewinnungsweisen dieses Honigs. Nahezu sortenreine Heidehonige weisen einen hohen Wassergehalt sowie eine elektrische Leitfähigkeit um 0,7 mS/cm auf.

Edelkastanienhonig: (Blüten-/Honigtau-Honig aus Castanea sativa) bleibt aufgrund seines geringen Glukosegehaltes lange flüssig. Nahezu sortenreine Edelkastanienhonige zeigen als sensorische Merkmale eine braune bis rotbraune, bei gleichzeitiger Honigtautracht eine dunkelbraune Farbe, sowie ein kräftiges bis herbes, penetrant erscheinendes Aroma. Der fast bittere Geschmack wird gemildert durch Beitrachten von z.B. Klee, Robinie u.a. In der mikroskopischen Analyse gelten Edelkastanienpollen als stark überrepräsentiert, er kann das Pollenbild bis zu 99 % beherrschen. Der absolute Pollengehalt ist sehr hoch. Edelkastanienhonige sind gekennzeichnet durch eine hohe elektrische Leitfähiggkeit und einen relativ hohen Gehalt an Ameisensäure.

Tannenhonnig: (Honigtau-Honig von Abies alba) bleibt auf Grund des niedrigen Glukosegehaltes bzw. der Summe der höhermolekularen Zucker lange flüssig. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten eine mittel- bis tiefbraune oder auch grünlich schimmernde Farbe, das würzige, harzige Aroma sowie eine zähflüssige bzw. weiche Konsistenz. Im mikroskopischen Bild zeigen Tannenhonige keine markanten Unterscheidungsmerkmale zu den sog. Waldhonigen, die elektrische Leitfähigkeit liegt jedoch deutlich höher (bis zu 1,6 mS/cm.

Fichtenhonig: (Honigtau-Honig von Picea excelsa) bleibt ähnlich wie Tannenhonig auf Grund seines geringen Glukosegehaltes lange flüssig. Als sortentypische, sensorische Merkmale gelten die rotbraune Farbe, das malzig-würzige Aroma sowie die zähflüssige Konsistenz. Im mikroskopischen Bild zeigen Fichtenhonige keine markanten Unterscheidungsmerkmale zu den sog. Waldhonigen. Die elektrische Leitfähigkeit variiert zwischen 0,8 und 1,2 mS/cm.

Zeitweilig werden in bestimmten Regionen weitere Sortenhonige geerntet, z.B. Kornblumenhonig, Gamanderhonig, Weidenröschenhonig, Himbeerhonig, Bärenklauhonig, Rhododendronhonig, Strandfliederhonig, Phaceliahonig, Weidenhonig, Sprungkreuthonig u.a. Solche Honige treten jedoch sehr selten auf.

Da sich das Bild der bisher rein landwirtschaftlich genutzten Flächen künftig noch weiter verändern wird, (Brachen, Stilllegungen, Randstreifen, Renaturierungsmaßnahmen) ist auch eine Veränderung der Trachtsituation für die Bienen und damit der Honigernte nicht auszuschließen. Dies würde bedeuten, dass auch die Palette der hier genannten Honigbezeichnungen ggf. zu ergänzen wäre.

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H wie Honig-Sinnesprüfung:

Was ist denn das schon wieder, eine Honig-Sinnesprüfung?

Ein mal im Jahr reichen die Imker Ihre besten Honige zu einer sogenannten Honig-Prämierung ein, dieser wird dann von speziell ausgebildeten Teams anhand einer Honig-Sinnesprüfung auf Aufmachung, Sauberkeit, Geschmack und Konsistenz eingehend untersucht.

 

Anschließend wandern die Honigproben in das Labor zur weiteren Unteruchung, wo z.B. die Herkunft der Honige, die Invertaseaktivität und der HMF-Wert (Hydroximethylfurfural) analysiert werden.

 

Als Prüfer war ich in diesem Jahr zum zweiten mal dabei und ich muss sagen, alles weiß ich über Honig noch lange nicht, auch wenn ich bereits Honigsachverständiger bin, denn dort sitzen die wirklichen Kenner, von denen ich noch viel lernen kann.

 

Ja ja, das Imkern ist einfach schön.

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W wie Wespennest

Wer kennt das nicht, der Schornsteinfeger kommt vom Dachboden herunter und meint so nebenbei, da oben ist ein Wespennest.

Sofort macht sich eine innere Unruhe breit, ja was ist denn wenn meine Kinder gesochen werden, ach du Schreck meine Frau, wenn die was abbekommt ujujuiui.

Griff zum Telefon, Feuerwehr, Polizei, Drehleiter, Technisches Hilfswerk, der Revierförster, die Presse, um Gottes Willen, wir haben auf dem Dachboden einen Notfall.........

Mal kurz nachgeschaut sieht das ganze Theater dann so aus:

 

 So sieht das ganze dann aus und keine einzige Wespe in Sicht, ausser die, die drauf rumkrabbeln.

Ich habe versucht, den Hausbesitzer zu beruhigen, aber er (mit seiner Frau bereits im hohem Rentenalter und einer Mietpartei die nicht viel jünger ist) bestand auf eine Entfernung des ganzen Unheils. Bei der Dramatik die er daraus machte hätte man glauben können, da oben säße der Teufel persönlich in einer Art Hauptquartier.

 

 Na, ja, wir haben bis Herbstbeginn gewartet, das war etwa 2 Monate, dann habe ich den Bau beseitigt, war ja auch ganz einfach, denn es waren keine Wespen mehr da, denn die sterben ja ab Herbst ab. Die schöne marmorierung der Wespenbauten fasziniert mich immer wieder und der ganze Bau hatte ein Leergewicht von etwa 20 Gramm, wie Zeitungspapier, nur dünner. Ich habe es mal aufgehoben, wenn ich wieder in Schulen oder Kindergärten auftrete, dann habe ich auch was interessantes zum zeigen.

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 R wie Rosenkäfer

Rosenkäfer bestechen durch ihren farbigen Glanz. Sie wachsen heran unter der Erde und hauptsächlich in Komposthaufen. Das Vorstadium sind dicke Engerlinge und Raupen. Auf Grund Ihrer Kinderstube werden sie auch als Mistkäfer bezeichnet, jedoch gefällt mir die Bezeichnung Rosenkäfer wesentlich besser, da sie die Schönheit der Kreatur herausstellt.

 

 Flugtechnisch sind diese Brummer eher etwas träge, finden ihr Ziel aber bei Gegenwind doch sehr genau, wie hier das Exemplar, welches perfekt auf der Blüte des Schmetterlingsflieders landete und sich sogar mit einem Schmetterling darauf sonnte.

 

Hier ist es, ganz friedlich nebeneinander, ein Leicht- und ein Schwergewicht der Lüfte.

einfach faszinierend.

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Habt Ihr Anregungen, Fragen oder Themen, lasst es mich wissen.

Bald gehts hier weiter!